Ich hab kein Konzept
Ich hab nie ein Konzept. Ich hab in meinem Leben kein Konzept. Ich hab für mein Weblog kein Konzept. Ich hab für meinen Bluesky-Kanal kein Konzept und ich habe auch für meine Zukunft kein Konzept. Ich hab nicht mal ein Konzept, wie ich mich auf Arbeit entwickeln möchte. Oder wohin. Ich komme damit eigentlich auch ganz gut klar. Ich bin dadurch flexibel und wandlungsfähig. Ich mag den Wandel auch. Stillstand finde ich schwierig. Weiterentwicklung hingegen sexy.
Aber deshalb werden die Dinge bei mir auch nicht groß. Oder wirkmächtig. Weil eben kein Konzept dahinter steht. Weder hier. Noch dort. Noch anderswo. Hin und wieder denke ich darüber nach und finde das dann auch mal kurz schwierig. Oder überlege, was ich aktiv gestalten könnte.
Ich kann doch nicht mein gesamtes Leben vertrödeln. Von dem nunmehr schon über die Hälfte um ist. Aber so genau weiß ich auch das nicht. Vielleicht ist schon mehr um. Eventuell auch ein bisschen weniger. Es ist mir aber auf jeden Fall volle Bude egal. Wenigstens das. Naja und da könnte man doch entscheiden, dass man als nächstes großes Projekt in seinem Leben das da anfängt, oder dies. Zum Beispiel einfach noch ein Studium, weil es einen interessiert. Ich würde das dann so machen. Ich würde nicht auf ein Ziel hin studieren (z.B. Architekt), sondern ich würde mich für das Wissensgebiet interessieren und es deshalb studieren. Nicht wegen des Abschlusses oder wegen des Geldes. Oder wegen des Genitivs.
Deshalb nicht. Das wollte ich mir mal von der Seele schreiben. Aber eine Antwort oder Lösung hab ich im Prozess des Vergewisserung jetzt auch nicht erhalten. Wie ist das bei euch?
- Ist das fehlende Konzept vielleicht selbst ein Konzept?
- Ist „Wirkmächtigkeit“ wirklich ein Ziel – oder nur eine geliehene Erwartung?
- Was gewinne ich eigentlich konkret durch dieses Leben ohne Plan, außer Flexibilität?