Da ich gestern eine mini Übersichtsseite "zuletzt gehört" erstellt habe und seit längerem schon "mein eigenes Spotify" betreibe, wollte ich noch mal kurz auflisten, warum man Spotify heute eher nicht mehr nutzen sollte, oder vielleicht immerhin weniger. Der Dienst wird vor allem dafür kritisiert, weil er Künstlern nur sehr geringe Tantiemen (ca. 0,003 - 0,005 USD pro Stream) zahlt, was besonders für kleinere Musiker existenzbedrohend ist. Weitere Gründe sind umstrittene Inhalte, hohe Energieverbräuche der Server, mangelnde Transparenz bei Algorithmen, eine Tendenz zur Sperrung von Nutzerdaten-Exporten und Investitionen des Managements in umstrittene KI-Militärtechnologie. Hier sind die Hauptgründe, Spotify zu meiden:
- Geringe Vergütung für Künstler: Spotify steht in der Kritik, Künstler nicht angemessen zu bezahlen. Viele Musiker verdienen kaum genug, um ihre Produktionskosten zu decken, da die Auszahlungen pro Stream extrem niedrig sind.
- Ethik und Investitionen: Spotify-CEO Daniel Ek investierte in ein KI-Unternehmen, das Militärtechnologie entwickelt, was viele Nutzer als ethisch fragwürdig empfinden. Zudem gab es Kritik an Werbung für politisch kontroverse Akteure.
- Problematische Inhalte: Spotify geriet wegen der Förderung exklusiver Podcasts mit teils kontroversen oder nicht ausreichend geprüften Inhalten in die Kritik.
- Datenschutz und Nutzerbindung: Es wird berichtet, dass Spotify den Export von Playlists zu anderen Diensten erschwert, um Nutzer an die Plattform zu binden (Vendor Lock-in).
- Umweltauswirkungen: Der Betrieb der massiven Rechenzentren für das Streaming verbraucht große Mengen an Energie.
- Qualität und Algorithmen: Die Empfehlungsalgorithmen bevorzugen oft etablierte Künstler, während unabhängige Künstler schwerer sichtbar werden. Zudem wird die "Lossless"-Audioqualität (HiFi) im Vergleich zur Konkurrenz kritisiert.
Als Alternativen werden oft Dienste wie Bandcamp (direkterer Kauf bei Künstlern, KI-frei), Tidal (bessere Vergütung) oder Apple Music (weiß ich nicht) genannt.
Spotify hat für die Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 rund 150.000 US-Dollar gespendet. Zusätzlich richtete der Streamingdienst einen Brunch anlässlich der Zeremonie aus. Diese finanzielle Unterstützung reiht sich in eine Serie von Spenden verschiedener Tech-Giganten für die Vereidigungsfeierlichkeiten ein. (Link)