Es ist egal, aber
Heute ist der 01. April (2026) und ich habe noch nie über dieses Datum geschrieben. Das allerdings ändert sich gerade, denn ich möchte euch einfach sagen, dass mir der 01. April völlig egal ist. Mir sind viele Dinge egal, mit zunehmenden Alter werden es auch immer mehr, aber der 01. April, der war mir wirklich schon immer sehr egal. Sehr.
Ich mag auch diese Fernsehsendungen nicht, in welchen sich Menschen verletzen und andere darüber lachen. So Missgeschickdinge. Egal ob das im TV, in Shorts oder per Daumenkino statt findet. Ich mags nicht. Ich fand es noch nie lustig. Und somit ist es mir egal, aber ich habe keinen Anteil daran.
Und so verhält es sich auch mit dem 01. April. Es ist mir egal ob sich Menschen veralbern und darüber freuen. Es ist mir aber auch egal, ob sich Menschen darüber aufregen. dass sich andere Menschen darüber freuen, dass sie jemanden verarschen. Wenn mich jemand verarscht, schlage ich ihn einfach zusammen. Das mag archaisch klingen, aber nur so kann man sich erwehren und seine Resilienz stärken.
Wenn wir hier further investigaten wollen, dann ist es vielleicht so, dass mich inszenierte Überraschungen grundsätzlich wenig interessieren. Dieses kalkulierte Jetzt passiert gleich etwas Unerwartetes wirkt auf mich eher wie ein schlecht getimter Effekt als wie echte Spontaneität. Und da frage ich mich immer, wie dieses Wort nur so geschrieben sein kann und das auch noch richtig ist und warum es mir immer wieder ins Auge sticht, aber das ist eher eine andere Frage großen Kalibers. Humor funktioniert für mich dann, wenn er nicht auf Kosten anderer geht und nicht davon lebt, jemanden in eine Lage zu bringen, die er sich nicht ausgesucht hat. (Geburtstage habe ich mir auch nicht ausgesucht. Deshalb muss ich ihn auch nicht feiern. Seht ihr, es funktioniert überall.) Alles andere fühlt sich eher nach Pflichtprogramm an als nach echtem Lachen an.
Aber denkt mal darüber nach, ob Gleichgültigkeit nicht zwingend Ablehnun sein mussg, sondern oft einfach auch eine Form von Abstand sein kann. Ich halte mir gern alle auf Abstand. Der 01. April rauscht an mir vorbei wie ein beliebiger Sonnabend, ohne dass ich das Bedürfnis habe, mich daran zu beteiligen oder dagegen zu positionieren. Es gibt genug echte, ungeplante Momente im Alltag, die mich beschäftigen oder überraschen – Da brauche ich keine KI-generierten Tage im Kalender. 😺
Anderen ist es auch egal, aber: